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PH Zürich

2017

5.7.2017

Melanie Andresen und Dagmar Knorr

KoLaS – Ein Lernendenkorpus in der ­Schreibberatungsausbildung einsetzen

In diesem Beitrag präsentieren wir das Lernendenkorpus KoLaS, das Texte von Studierenden der Universität Hamburg enthält und an der Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit erstellt wurde. Wir beschreiben, wie das Korpus in der Ausbildung von Peer-Tutoren/-innen eingesetzt wurde, um den Teilnehmenden umfassendes Wissen zum ich-Gebrauch in der Wissenschaftssprache zu vermitteln. Dazu wurde der Ansatz des Data-Driven-Learning verfolgt, bei dem Lernende sich direkt mit Daten aus einem Korpus beschäftigen und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Die angehenden Peer-Tutoren/-innen haben das Modell zum ich-Gebrauch von Steinhoff (2007a) kennengelernt und in zwei Schritten erst auf Expertensätze und dann auf Lernendensätze angewendet. Dabei haben die Teilnehmenden nach eigenen Angaben gelernt, das Phänomen differenzierter zu betrachten und Grenzen in der praktischen Anwendung von Modellen zu erkennen. Für ihre Tätigkeit als Peer-Tutoren/-innen haben sie durch diese vertiefte Auseinandersetzung an Selbstsicherheit gewonnen und wurden für unterschiedliche Positionen zu diesem Thema sensibilisiert.

15.2.2017

Sabine Seufert und Eleni Spiroudis

Wissenschaftliche Schreibkompetenz in der Studieneingangsphase fördern: Erfahrungen mit einem Rückmelde- und Bewertungsraster (Rubric)

Wissenschaftliches Schreiben stellt eine Schlüsselqualifikation im universitären Lernen dar. Beim Übergang von der Schule zur Hochschule ist es wichtig, Studierenden eine Orientierung bei der Entwicklung ihrer zu bieten. An der Universität St.Gallen wurde ein Rückmelde- und Bewertungsraster entwickelt, das die Anforderungen an das wissenschaftliche Schreiben vom ersten Semester an verdeutlicht und den Dozierenden eine gemeinsame Basis für die Betreuung und Beurteilung von schriftlichen Arbeiten bietet. Studierende schätzen den Rubric als richtungsweisenden Orientierungsrahmen. Dozierende betrachten ihn als sinnvolles Instrument zur Transparenzschaffung, das den Diskurs um die Bewertung von Schreibprodukten fördert und das Feedbackgeben begleitend zu den Übungen sowie zur summativen Rückmeldung an die Studierenden erleichtert.