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PH Zürich

2017

21.12.2017

Britta-Katharina Ehrig

Integrative Sprachförderung in der gymnasialen Oberstufe

Der vorliegende Artikel stellt das Konzept eines integrativen Schreib- und Sprachförderprojekts vor, das in Kooperation zwischen einem Bremer Oberstufenzentrum und dem Arbeitsgebiet DaZ/DaF der Universität Bremen im Jahr 2013 entwickelt wurde und seitdem jährlich durchgeführt wird. Das Projekt wurde erstmalig im Jahr 2015 hinsichtlich seiner Wirksamkeit in Bezug auf spezifische Aspekte der Textqualität empirisch untersucht. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie werden hier präsentiert, wobei vor allem Problembereiche leistungsschwächerer Schreibender in der Sek. II deutlich werden.

26.10.2017

Dominik Röding

Online-Selbsttest zur Kompetenz in wissenschaftlichem Schreiben

Bis dato liegen keine effizienten Verfahren vor, mittels derer wissenschaftliche Schreibkompetenz objektiv und valide gemessen werden kann. Dies erschwert Schreibdidaktikern/-innen bislang, Schreibkompetenzabklärungen und Evaluationen schreibdidaktischer Massnahmen etc. in grösserem Umfang anbieten zu können. Vor diesem Hintergrund wurde im Sinne einer Machbarkeitsstudie ein Prototyp eines computergestützten Schreibkompetenztests entwickelt und an 25 Studierenden (S) und 3 Doktorandinnen/Lehrenden (D/L) erprobt. Die mittels deskriptiver Statistik ausgewerteten Daten zeigen, dass die Probanden im Mittel 48,3 von 100 Punkten erzielt haben, wobei die durchschnittliche Performance der D/L mit 57 Punkten rund 21% über der der S lag. Auf Ebene der Subtests lag die Performance der D/L sogar bis zu 64% höher. Gleichzeitig benötigten die D/L für die Testbearbeitung mit durchschnittlich 13 Minuten 31% weniger Zeit als die S mit 17 Minuten. Die mit diesem Prototyp gesammelten Erfahrungen und erzielten Ergebnisse legen die Schlussfolgerung nahe, dass die Entwicklung eines automatisierten Schreibkompetenztests möglich ist.

5.7.2017

Melanie Andresen und Dagmar Knorr

KoLaS – Ein Lernendenkorpus in der ­Schreibberatungsausbildung einsetzen

In diesem Beitrag präsentieren wir das Lernendenkorpus KoLaS, das Texte von Studierenden der Universität Hamburg enthält und an der Schreibwerkstatt Mehrsprachigkeit erstellt wurde. Wir beschreiben, wie das Korpus in der Ausbildung von Peer-Tutoren/-innen eingesetzt wurde, um den Teilnehmenden umfassendes Wissen zum ich-Gebrauch in der Wissenschaftssprache zu vermitteln. Dazu wurde der Ansatz des Data-Driven-Learning verfolgt, bei dem Lernende sich direkt mit Daten aus einem Korpus beschäftigen und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Die angehenden Peer-Tutoren/-innen haben das Modell zum ich-Gebrauch von Steinhoff (2007a) kennengelernt und in zwei Schritten erst auf Expertensätze und dann auf Lernendensätze angewendet. Dabei haben die Teilnehmenden nach eigenen Angaben gelernt, das Phänomen differenzierter zu betrachten und Grenzen in der praktischen Anwendung von Modellen zu erkennen. Für ihre Tätigkeit als Peer-Tutoren/-innen haben sie durch diese vertiefte Auseinandersetzung an Selbstsicherheit gewonnen und wurden für unterschiedliche Positionen zu diesem Thema sensibilisiert.

15.2.2017

Sabine Seufert und Eleni Spiroudis

Wissenschaftliche Schreibkompetenz in der Studieneingangsphase fördern: Erfahrungen mit einem Rückmelde- und Bewertungsraster (Rubric)

Wissenschaftliches Schreiben stellt eine Schlüsselqualifikation im universitären Lernen dar. Beim Übergang von der Schule zur Hochschule ist es wichtig, Studierenden eine Orientierung bei der Entwicklung ihrer zu bieten. An der Universität St.Gallen wurde ein Rückmelde- und Bewertungsraster entwickelt, das die Anforderungen an das wissenschaftliche Schreiben vom ersten Semester an verdeutlicht und den Dozierenden eine gemeinsame Basis für die Betreuung und Beurteilung von schriftlichen Arbeiten bietet. Studierende schätzen den Rubric als richtungsweisenden Orientierungsrahmen. Dozierende betrachten ihn als sinnvolles Instrument zur Transparenzschaffung, das den Diskurs um die Bewertung von Schreibprodukten fördert und das Feedbackgeben begleitend zu den Übungen sowie zur summativen Rückmeldung an die Studierenden erleichtert.