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16. Dezember 2009
Das Forums wissenschaftliches Schreiben lädt Sie zu seiner dritten internationalen Konferenz ein:
Zürich, 10. –11. Juni 2010.
Wissenschaftliches Schreiben als Schlüsselkompetenz / Academic Writing as Key Competence
Schreiben im Studium und Schreiben im akademischen oder praxisbezogenen Berufsalltag beziehen sich aufeinander. An der Konferenz werden Möglichkeiten und Grenzen dieser Bezugnahme thematisiert. Sie bietet Fachleuten fürs Schreiben, Verantwortlichen von Hochschulen sowie weiteren Interessierten Anregungen, Zeit und Raum für Diskussion und Networking.
Call for Papers (PDF, aktualisiert)
Daniel Ammann |
Tagungen/Calls |
7. November 2009
Welche Rolle spielen (neue) Medien in Schule, Hochschule und Beruf? Wie verändern sie unsere Kommunikationspraktiken, insbesondere das Schreiben und Lesen von Texten? Welcher Art sollten methodisch-didaktische Konzepte sein, um Lernende in der kompetenten Nutzung der neuen Medien zu unterstützen?
Diese und andere Fragen diskutierte das VIII. Prowitec Symposium in Gießen. Das diesjährige Symposium legte damit einen besonderen Schwerpunkt auf die Frage medienspezifischer Schreibprozesse, die es anhand der Ausbildungslinien (Schule, Hochschule, Beruf) nachvollzog. Die Diskussion, so zeigte Programm wie Teilnehmerfeld, verlangt eine ebenso interdisziplinäre (Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Mediendidaktik) wie internationale (Vortragende und Zuhörende kamen aus Deutschland, Dänemark, Italien, Österreich und der Schweiz) Perspektive. Neue Medien wirken global(isierend). Wie, wozu und in welcher Qualität die Nutzung erfolgt, ist empirisch, besonders aber theoretisch wie didaktisch noch weitgehend Forschungsdesiderat. Erhebungen zur Zielgruppe wie statistische Befunde geben nur unzureichend Auskunft über die sich dahinter verborgenen Prozesse.
Das Symposium wurde durch einen Vortrag der Veranstalterinnen eröffnet. Katrin Lehnen (Gießen), Kirsten Schindler (Köln) und Eva-Maria Jakobs (Aachen) stellten eine exemplarische Bestandsaufnahme der drei Domänen, Schule, Hochschule, Beruf vor. Lehnen konstatiert eine zunehmende Auseinandersetzung zum Themenbereich ‚Schule und neue Medien’, problematisiert gleichzeitig den zum Teil unklar gebrauchten Medienbegriff wie die undifferenzierten mediendidaktischen Konzepte. Zur Aufbereitung des Feldes schlägt sie ein dreidimensionales Modell vor, das zwischen computergestützter Textproduktion, Schreiben in neuen Medien und E-Learning unterscheidet. Im ersten Bereich wirken neue Medien als Schreibmedium (z. B.Tastatur), im zweiten als Kommunikationsmedium, im dritten schließlich als Lernmedium. Schindler zeigt, wie vielfältig neue Medien inzwischen den Hochschulalltag prägen. Neue Medien werden zur Unterstützung von Service, Verwaltungs- und im weitesten Sinne Dienstleistungsaufgaben eingesetzt, sie fungieren als Element der PR, sie ermöglichen neuartige Forschungstätigkeiten (beispielsweise durch Online Zeitungen wie die „Zeitschrift Schreiben“ und Forschungsplattformen wie das „ipTS Interdisziplinäres Portal Textproduktion und Schreiben“) und sie werden in der Lehre eingesetzt. Mit der Nutzung solcher Lernplattformen sind technische, juristische, aber vor allem auch methodisch-didaktische Fragen verknüpft, zu denen bislang noch wenig Antworten vorliegen. Jakobs stellt anschaulich vor, in welcher Geschwindigkeit neue Medien in den Berufsalltag eingedrungen sind und in welcher Ausdifferenziertheit sie eingesetzt werden. Unternehmen operieren inzwischen mit verschiedenen medialen Gattungen gleichzeitig, die sie gezielt für unternehmerische Belange einsetzen, z.B. Blog, Forum, E-Mail, Webseite, Newsletter etc. Am Beispiel der Altenpflege zeigt sie, wie sich durch neue Medien wie auch die Pflicht zur Dokumentation berufliche (Schreib-)Anforderungen verändern. Ausbildung wie Forschung bieten bislang kaum überzeugende Konzepte zur Unterstützung dieser medialen Schreibkompetenten an.
Daniel Perrin (Winterthur) akzentuiert in seinem Vortrag eine zentrale ‚Neuigkeit’ der neuen Medien. Neu sei, dass ein Text in sehr unterschiedlichen Ausgabeformaten repräsentiert sein könne (das bezieht sich auf die Größe des Ausgabegeräts, Handy, Bildschirm etc., wie auch auf die weitere Verwendung des Textes) und in all diesen Formaten funktional sein müsse. Neue Medien – und das hat einerseits theoretische Konsequenzen – verändern also unseren Begriff der Einheitlichkeit von Text und Format, so wie er noch den alten Printmedien (Zeitungen, Buch) zugrunde lag. Neue Medien bedingen aber auch andere Schreibkompetenzen für die in seinem Vortrag diskutierte Gruppe der Berufsjournalisten. Ein Journalist müsse in mehreren Formaten kompetent sein oder sich durch Formen kollaborativen Schreibens Expertise aneignen.
An diese beiden Überblicksvorträge anknüpfend fokussierte der erste thematische Strang den Bereich „Schule“. Olaf Gätje (Gießen) breitet am Beispiel der Bildungsstandards Deutsch das bereits von Lehnen akzentuierte Problem des inkonsequenten Medienbegriffs aus. Unter dem Stichwort ‚Medien’ fänden sich sehr unterschiedliche Zuschreibungen. In der engen Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung Hessen (Gätje/Lehnen) sei die Schwierigkeit der konsistenten, widerspruchsfreien und (auch Moden) überdauernden begrifflichen Schärfung aber auch ganz praktisch als Problem erkannt geworden. Ulla Kleinberger (Winterthur) und Franc Wagner (Zürich) stellen empirische Befunde aus unterschiedlichen Studien zum Schreiben von Schülerinnen und Schülern in neuen Medien vor. Sie zeichnen dafür einen weiten Bogen des Einsatzes von neuen Medien in der Vorschule bis zur Sekundarstufe II. Neue Medien können, so ein Fazit, Schreibmotivation wie auch Schreibkompetenz fördern. Dass sie zum Verfall der Schriftkultur beitragen, beispielsweise in der übermäßigen Nutzung von Emoticons, sei eine Legende, die sich durch empirische Belege nicht erhärten lässt. Christine Trepkau (Flensburg) stellt ein konkretes Projekt vor, in dem WebQuests für den Deutschunterricht genutzt werden. Es reicht nicht, so stellt die Vortragende eindringlich dar, das technische Instrumentarium verfügbar zu machen, es bedarf einer methodischen Aufbereitung, klarer Schreibanweisungen und entsprechender Hilfsangebote, damit die Schülerinnen und Schüler auch davon profitieren könnten. Karin Tschakert (Berlin) verbindet die Überlegungen zur Prozessorientierung einerseits mit neuen Medien andererseits, hier im Sinne eines Schreibmediums, und prüft in ihrem experimentellen Setting, ob und entsprechend wie sich die Schreibleistung verändert. Ihr erster Schluss aus den Befunden: Neue Schreibmedien unterstützen die Prozessorientierung beim Schreiben und tragen so zur Schreibkompetenz bei.
Michael Beißwenger (Dortmund) bezieht sich in seinem Vortrag auf den Umgang mit Wikis im Ausbildungskontext Hochschule, mit denen er insbesondere kollaborative Schreibprozesse anleitet. Wikis eignen sich dank der schnellen Einarbeitung und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten auch für die Schule. Synergieeffekte lassen sich insbesondere in der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, (Deutsch-)Lehrerinnen und Lehrern, erzielen. Odile Endres (Greifswald) nutzt ebenfalls Wikis für ihre Hochschullehre und stellt ein ausgewähltes Lehrprojekt vor. Studierende entwickeln kooperativ und in eigenem Projektmanagement einen virtuellen Stadtführer für die Stadt Greifswald. Helmuth Feilke, Martin Steinseifer und Katrin Lehnen (Gießen) stellen eine in der Entwicklung befindende elektronische Schreibumgebung vor, die zum einen Studierende im wissenschaftlichen Schreiben unterstützt, zum anderen Schreibprozesse für eine systematische Analyse aufzeichnet. Ziel ist die Ausbildung zur Kontroversefähigkeit, die als zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Schreibkompetenz identifiziert wurde. Melanie Brinkschulte (Göttingen) zeigt an Beispielen, wie sich Schreibpartnerschaften zwischen Mutter- und Fremdsprachenlernenden elektronisch anbahnen und institutionell verankern lassen. Schreiben in einer elektronischen Umgebung wird hier sowohl zum Kommunikationsmedium als auch zum Lernmedium: dem Erlernen der fremden Sprache und ihrer (wissenschaftlichen) Schreibkonventionen. Doris Fetscher (Zwickau) eröffnet mit ihren Überlegungen zum interkulturellen Schreiben in neuen Medien einen bislang weniger diskutierten Bereich des Nutzungseinsatzes. Neue Medien, hier Forendiskussionen von Teilnehmenden eines Kurses zum Thema „Interkulturalität“ an der Universität Zwickau, dokumentieren Schreibhandlungen. Forschungsdaten ergeben sich hier als natürliches ‚Abfallprodukt’ aus den eines schriftlichen Mediums geschuldeten Aushandlungsprozessen.
Mit dem Vortrag von Annette Verhein (Rapperswil) und Bruno Frischherz (Zürich) wurde das dritte Panel, „Beruf“, eröffnet. Die Vortragenden betonen den insbesondere für die neuen Medien relevanten Aspekt der (schriftlichen) Kollaboration. Texte für neue Medien entstehen im Zusammenspiel verschiedener Akteure, die sich entsprechend koordinieren, Zeitpläne, Organisationsrahmen und Textkriterien aufstellen müssen. Sie konkretisieren diesen Aspekt der Schreib-/Medienkompetenz in der Anleitung von (angehenden) Ingenieuren. Carmen Heine (Aarhus) stellt ihr kürzlich veröffentlichtes Modell zur Produktion von Online-Hilfen dar. Online-Hilfen sind eine inzwischen etablierte Textsorte, die Softwareprodukte begleiten und funktional wie formal beschreibbar sind. Auf der Basis von Schreibprozessdaten leitet die Vortragende Hinweise zur Produktion dieser Hilfstexte ab, diese Hinweise werden inzwischen auch in der Praxis genutzt. Johannes Dreikorn (Erlangen) schließt die Tagung mit seinem Vortrag zur Frage der Modularisierung von Schreibprozessen. Seine empirisch erhärtete These: Modularisierung von Schreibprozessen, so wie sie in der technischen Dokumentation zur Entlastung von Redakteuren, Übersetzern und Kostenstellen eingesetzt werden, könne zu unverständlichen und wenig authentischen Texten führen. Neben der Modularisierung als Form der elektronisch unterstützten Standardisierung von Arbeits-/Schreibprozessen bedarf es ebenfalls der individuellen Auseinandersetzung mit Schreibaufgaben.
Neben den beschriebenen Leerstellen in der theoretisch wie methodisch-didaktischen Auseinandersetzung zeigte das Symposium auch ein lebendiges und diskussionsoffenes Forschungsfeld. Gleichwohl zeigte das Symposium auch, dass es engerer Vernetzung der unterschiedlichen Akteure bedarf, um die Diskussion zu etablieren. Einrichtungen wie der prowitec e.V., der neben dem Zentrum für Medien und Interaktivität der JLU Gießen Hauptsponsor des Symposiums war, können neben den regelmäßigen Tagungen ein solches Forum bieten (http://www.prowitec.rwth-aachen.de/prowitec-ev/). Das nächste Symposium wird im Juni 2011 in Rapperswil (Schweiz) unter der Leitung von Annette Verhein stattfinden. Die Tagungsergebnisse des Giessener Symposiums werden im Peter Lang Verlag veröffentlicht und erscheinen im Herbst 2010.
Kirsten Schindler |
Tagungen/Calls |
4. Oktober 2009
Der Vorstand der European Writing Centers Association (EWCA) lädt Sie ganz herzlich zur 7. Tagung der European Writing Centers Association (EWCA) nach Paris ein. Vom 25.–28.5.2010 diskutieren wir Wege zur Entwicklung von Schreib(lese)zentren an Schulen und Hochschulen. Als zentrale Schwerpunkte sind die Bereiche Schreiben in den Disziplinen und Schreiben quer durch alle Bildungsinhalte geplant. Abstracts bitte bis zum 10. Januar, 2010. Weitere Informationen s. www.aup.fr/news/special_events/ewca2010.htm.
Gerd Braeuer |
Allgemein, Tagungen/Calls |
14. September 2009
Die Arbeit von Führungskräften in der Wirtschaft und in Organisationen ist geprägt von: Schreiben. Doch wie schreibt man »Texte, die zünden«, die gelesen und verstanden werden? Gelungene schriftliche Kommunikation ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Die Tagung »Professionelles Schreiben: Schreiben im Beruf« nimmt diese Form der Kommunikation unter die Lupe. Der Besuch der Tagung ist interessant für alle, die an effizienter Unternehmens- und Organisationskommunikation interessiert sind.
Referenten aus Wirtschaft, Lehre und Forschung widmen sich vormittags in vier parallel laufenden Arbeitsgruppen den Themen »Konzepte«, »Korrespondenz«, »Pressetexte« und »Angebote«. Nachmittags befassen sich vier parallel laufende Arbeitsgruppen mit Praxisbeispielen zu interner Kommunikation und mit der Kommunikation mit dem Bürger, dem Konsumenten und dem Kunden aus dem b-to-b-Bereich. Abschluss der Veranstaltung bildet eine Podiumsdiskussion mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Tagung findet am 22.10.2009 in der Villa Rheinburg in Konstanz statt. Sie wird veranstaltet vom Institut für professionelles Schreiben (IPS) der Hochschule Konstanz, vom Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur und von der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Die Internationale Bodensee-Hochschule fördert die Tagung. Weitere Informationen und die Anmeldung zur Tagung sind unter www.ips.htwg-konstanz.de zu finden.
Bettina Schroem |
Allgemein, Tagungen/Calls |
9. Mai 2009

Was macht gute wissenschaftliche Texte aus? Wie lernt man, sie zu schreiben?
In seiner Ausgabe vom 4. Mai 2009 geht das unijournal (die Zeitung der Universität Zürich) den Fragen des guten Stils beim wissenschaftlichen Schreiben nach (vgl. S. 1; S. 8–9). Download:
http://www.kommunikation.uzh.ch/publications/unijournal/archiv/unijournal-2009-3.pdf
Daniel Ammann |
Allgemein, Literatur und Links |
20. April 2009
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde!
Zum fünfjährigen Bestehen lädt das SchreibCenter der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt www.schreibcenter.uni-klu.ac.at ein zum Symposium “Wissenschaftliches Schreiben 2: Writing across the curriculum” , das vom 11.11.2009 bis zum 13.11.2009 stattfinden wird. Die Tagung hat neben ihrem wissenschaftlichen und didaktischen/ pädagigschen Zweck auch das Ziel, dieses Jubiläum würdig zu begehen. Den Auftakt bildet eine Abendveranstaltung (11.11.) mit einem Plenarvortrag von Otto Kruse, einer Podiumsdiskussion und einem Festakt. Den 12.11. eröffnet Gerd Bräuer, anschließend sind geladene Vorträge von langjährigen PartnerInnen und Angehörigen des SchreibCenters geplant. Der 13.11. schließlich soll den Themenkreis erweitern und in Form einer Fachtagung ablaufen.
Für die Anmeldung eines Beitrags zur Fachtagung ersuchen wir um Zusendung eines Abstracts per E-Mail bis spätestens 30.4.2009 an: schreibcenter@uni-klu.ac
Mit besten Grüßen aus Klagenfurt!
Ursula Doleschal und Carmen Mertlitsch
Tagungsablauf_Okt09
Carmen Mertlitsch |
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13. September 2008
Dear Colleagues,
The 2009 EATAW conference will be hosted by the Centre for Academic Writing (CAW) at Coventry University, in the UK. There will be an informal all-day reception at CAW on Monday 29th June for delegates arriving that day, and the conference will run from Tuesday 30th June – Thursday 2nd July.
The conference website, including the conference theme, conference call, and other practical information should go live by early October. We will keep you informed via this list as well.
Hope you are enjoying a relaxing summer.
Best,
John Harbord
John Harbord |
Allgemein, Tagungen/Calls |
23. August 2008
… und hier ein Tagungsbericht aus kanadischer Sicht, gepostet im Auftrag von Dale Wik (Vancouver Island University, Canada). Falls Sie Dale kontaktieren möchten, schreiben Sie ihr bitte unter Dale.Wik@viu.ca .
The EWCA Conference of 2008 was inspired and inspiring. As I met some of the over 160 delegates from the twenty-two countries represented – places as diverse as Sweden, Nigeria, and Turkey – I realized that our shared passion for the vital work we do with students in our writing centers unites us far more than geographical boundaries separate us.
The conference from June 19 – 22 was hosted by the University of Education in Freiburg, a German town on the edge of the Black Forest or Schwarzwald. The old section of Freiburg has winding cobblestone lanes and charming, outdoor cafes. In the mornings before the conference, we would wander down to a market in the square or Platzl near the famous Munster Cathedral. Fine German sausages, baskets of fresh cherries, bouquets of flowers, townspeople bustling about with market baskets – it was all wonderful. (Like travel writer Bill Bryson, I wanted to say, “Imagine! Even the littlest child among you can speak German.”)
The theme of the conference, Initiating Writing Center Work – Connecting Secondary, Higher, and Professional Education, was explored in a number of workshops. Delegates were also invited to display photos of their centers which caused many of us to marvel at the diversity of writing spaces and the commonalities we share as well.
Michele Eodice, keynote speaker, shared this insight about the conference: “I felt a real learning vibe in Freiburg – people want to learn from and with each other. We seem to share a common goal: guiding student writers all over the world to do what they need to do in their context.”
In her keynote address Michele drew upon David Thornburg’s Campfires in Cyberspace metaphor to help us re-envision the center as a site of learning, drawing upon the power of narrative and the archetypes of the campfire, the watering hole, and the cave. She challenged us to “shift our focus from student texts to student learning.”
After Michele’s talk I reflected on the tutorials I find least rewarding, the ones in which the pressure to be efficient makes me feel I have to get through as much material as possible – what I misconstrue as the business of tutoring. When I don’t give myself the luxury of connection, of listening to the student and claiming the learning moment, I end up with a transactional encounter, not the transformative one I aim for on my better days.
Michele must have had a clone or two doing all the work while she napped in the sun: she held a number of workshops and always seemed to be purposefully dashing about, all the while fresh and animated. One intriguing workshop that she gave with Elizabeth Boquet of Fairfield University linked writing to jazz improvisation.
Other workshop presenters also addressed questions that we all have about how to situate ourselves within our institution. Laura Greenfield from Mount Holyoke College drew upon her experience to answer central questions such as “Who owns the center?” and “What is its purpose or mission?” Similarly, Laura Bokus from Caldwell Community College and Technical Institute left us admiring her success at crafting a successful WAC program in a short time.
Unscripted social interaction is also one of the great benefits of any conference. (In other words, you get to meet a bunch of good people over food and wine). Gerd Bräuer and Erdmuthe Schiller, the directors of the local organizing team who are deservedly proud of their beautiful region, had arranged for us to visit Staufen. It was in this village where Faust died, (yes, he really was a historical figure from the sixteenth century) after having sold his soul to the devil for skill in alchemy. His contract with the devil had expired and he tried to escape. He found his end in the same inn where we had dinner and watched a performance of parts of Goethe’s famous play about Faust. We also saw a beautiful part of the Rhine Valley the next day on a journey to the village of Breisach and a boat trip on the Rhine River.
Perhaps the most significant accomplishment of the conference was the resolution to formalize an International Peer Tutor Exchange initiative with support from both the IWCA and the EWCA. Interested people are encouraged to contact Gerd at braeuer@ph-freiburg.de who says that international networking is just a first step to a more formal joint project such as this one.
Another important outcome is the conference wiki to continue the work of establishing a glossary of common terms to help prevent cross-cultural misunderstandings. Contributions are welcome any time at www.ph-freiburg.de/ewca2008/wiki/. The wiki also holds a resource of key websites to encourage international writing center collaboration.
In the coming year, Ann Mott, newly-elected EWCA president, aims to promote this spirit of international collaboration by “uniting Writing Center practitioners and theorists throughout our expanding Europe, embracing our old friends and expanding our EWCA family to include new colleagues.” Ann, who has been on the board of the EWCA since 2003, is from The American University of Paris.
Canadians have been slower than Americans to establish a space for writing centers and to bring them from the margins to the core of our institutions, but we’re trying to catch up. Attending the EWCA Conference marked the first time that my university had been represented at an international writing center conference. Back at work getting ready for the fall semester, I still feel the web of connection.
I can’t do better than to end with Gerd’s words from a recent conference document: “Be well, do good work, and keep in touch.”
(Please note: This conference report will also appear in the newsletter of the International Writing Centers Association/IWCA, Update.)
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Allgemein |
10. Juli 2008
Inzwischen hat diese Tagung stattgefunden und hier ist ein Bericht dazu:
Wenn Studienanfänger plötzlich nicht mehr schreiben können – Literalität des Übergangs
Die Schwierigkeiten, welche nicht nur Schreibende beim Eintauchen in eine neue Lern- und Lebenswelt erleben, sind allgemein bekannt: Die Betroffenen werden mit neuen Anforderungen auf für sie ungewohnte Weise konfrontiert. Oft kommt es ihnen vor, als spräche man zu ihnen in einer fremden Sprache. Das bisher Gelernte scheint für sie in weite Ferne gerückt oder unbrauchbar für die anstehenden Aufgaben.
In den letzten Jahren verdichten sich, m.E. als Begleiterscheinung des Bologna-Prozesses, die Erfahrungen an europäischen Hochschulen und Universitäten, dass extra-curriculare Einrichtungen wie Sprach-. Kompetenz- oder Schreibzentren eine wesentliche Rolle im Prozess dieser Neuorientierung bei Studierenden spielen können. Sie können helfen, die neuen Herausforderungen besser zu verstehen, bisher erworbenes Können und Wissen bewusst zu machen und dieses auf die neuen Aufgaben anzuwenden und zu neuen Einsichten und Erkenntnissen zu gelangen. Dieses pädagogische Potenzial von sog. extra-curricularen Einrichtungen trifft im Besonderen die Bedürfnisse von Studierenden im Rahmen modularisierter Ausbildung, wo kaum noch Zeit bleibt für das für den Übergang von Schule zum Studium so typische Suchen, Ausprobieren und Experimentieren junger Menschen.
Für das individuelle Erkunden des Schreibens als zentrales Lernmedium im Studium und als entscheidendes Mittel der Lernstandsüberprüfung sind die Umstände in der von den Bologna-Beschlüssen geprägten Lehre besonders ungünstig. Während es im Zeichen von WEB 2.0 in vielen kommunikationsintensiven Berufsfeldern – dazu gehören z.B. sämtliche Lehrberufe in der Bildungsbranche – zu einer wachsenden Zahl von komplexen Schreibaufgaben und hoch spezialisierten Textsorten kommt (z.B. Web-Auftritt einer Lehrperson, Moderation eines Lerner-Forums, E-Portfolio, etc.), nimmt die Vielfalt der curricular verankerten Schreibanlässe im Studium drastisch ab. Da, wo bis vor Kurzem noch Referate und Hausarbeiten vorgesehen waren, werden zunehmend Klausuren geschrieben oder Portfolios, die leider oft beschränkt bleiben auf die Dokumentation rezeptiv geprägter Semesterarbeit. Die von der Hochschullehre offensichtlich nach wie vor favorisierte einseitige Wissensvermittlung durch die Lehrperson wird nur unzureichend schreibend angeeignet. Einzige Erfolg versprechende Strategie scheint sorgfältig portioniertes Wissen für Klausuren und mündliche Prüfungen, das de Betroffenen allerdings schnell wieder verloren geht, da es an sinnvoller Verankerung im Denken und Handeln der Studierenden fehlt.
Im Jahre 2000 wurde die European Writing Centers Association (EWCA) gegründet, mit dem anspruchsvollen Ziel, die Konstruktion individuell bedeutsamer Lernprozesse bei Studierenden hochschulweit ermöglichen zu helfen. Für die Realisierung dieses Ziels, das zeigte die 3. Tagung der Organisation vom 19.-22.6.08 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Deutschland) in über 70 Workshops, Vorträgen und Poster-Präsentationen, genügt es nicht, Studierende allein bei der Endfassung von Texten zu unterstützen. Soll Lernen durch Schreiben zielgerichtet forciert werden, so eine weitere zentrale Erkenntnis der Tagung, müssen bereits die Lehrenden beim Konzipieren von authentischen, seminar- und fächerübergreifenden Schreibaufgaben begleitet werden. Für Studierende braucht es außerdem individuelle Beratung, Workshops, autonome Schreibgruppen, wo sog. Hilfstextsorten – Mitschrift, Zusammenfassung, Exzerpt, Kommentar, Essay, journalistische oder literarische Texte –auf die Bewältigung komplexer Schreibaufgaben wie der Studienabschlussarbeit vorbereiten. Dafür wurden auf der Tagung Projekte und Ergebnisse qualitativer und quantitativer Forschung, didaktische Konzepte und Methoden aus 22 Ländern vorgestellt und vor allem in den rund 30 Workshops von den insgesamt über 160 Teilnehmenden praktisch ausprobiert.
Die drei thematisch ausgerichteten Tage zum Schreiben in Schule, Studium und Beruf demonstrierten Einigkeit in der folgenden These: Lernende brauchen die Begleitung des Schreibzentrums nicht erst in der Endphase ihrer Ausbildung. Der Bedarf für Schreibberatung ist in den vorangehenden Phasen – aber vor allem zum Beginn eines jeden neuen Ausbildungsabschnitts – von grundlegender Wichtigkeit. Die Entwicklung einer besonderen Schreibfähigkeit wie die der akademischen Textproduktion z.B., gelingt den wenigsten auf Anhieb im Rahmen einer komplexen Abschlussarbeit. Gebraucht werden vielfältige Schreiberfahrungen durch Aufgaben, die im Anspruch überschaubar und realistisch und im Inhalt klar fokussiert sind und durch die die verschiedenen Phasen der Wissens(de/re)konstruktion erlebt und aktiv gestaltet werden können. In vielen Veranstaltungen der EWCA-Tagung wurde herausgestrichen, dass diese kleinen, aber kontinuierlich abverlangten Schreibaufgaben, wenn sie inhaltlich und schreibdidaktisch aufeinander aufbauen, für die Schreibenden einen echten, weil erlebbaren Gebrauchswert ergeben und damit die Motivation für aktives Eintauchen in die neue Lernumgebung stärken helfen. Im Idealfall entwickeln sich z.B. aus den Schreibaufgaben des Studiums die zentralen Ideen für die Studienabschlussarbeit.
Was und auf welchem Weg Schreibzentren als extra-curriculare Einrichtungen zu den oben angedeuteten Prozessen bei Studierenden, Lehrenden und der Hochschule im Schnittpunkt von Schule und Beruf beitragen können, das stand ebenfalls im Mittelpunkt der Arbeit der EWCA-Tagung an der PH Freiburg. Aus dem Blickwinkel von Theorie und Praxis institutioneller Entwicklung wurde Fragen wie den folgenden nachgegangen: Wie definiert und ermittelt die Institution die Kompetenzen, die für das erfolgreiche Eintauchen in eine neue Diskursgemeinschaft nötig sind? Wie vermittelt sie die Sprache der neuen Arbeitsumgebung an die Lernenden? Wie kann der Transfer der bisher erworbenen Kompetenzen fächerverbindend angeregt werden? Welche Schreibarten und Textsorten begleiten das Lernen fachspezifisch bzw. fächerübergreifend?
Vor allem in den 6 Rundtisch-Gesprächen, zwei davon via Internet mit ReferentInnen aus den USA, wurden Konzepte zum Aufbau von Schreibzentren und studienbegleitenden Schreibcurricula als Teil von Hochschulentwicklung diskutiert. In diesen und anderen Veranstaltungen ging es dabei immer wieder um zwei zentrale Fragen: Wie kann die Rolle des Schreibens und der Schreibenden in der Wissensaneignung in Unterricht, Studium und Beruf optimiert werden und dies nicht nur in einem speziell ausgewiesenen Fach (z.B. im Deutschunterricht), sondern in allen Fächern? Wie könnten, von Studierenden und Lehrenden, Schreibaufgaben, -prozesse und –produkte über das einzelne Seminar oder das eigene Fach hinaus, von einer Ausbildungsphase zur nächsten weitergeführt werden – verstanden als Brückenschlag in die nächste Lebensphase und zur nächsten Diskursgemeinschaft?
In der abschließenden Veranstaltung der Tagung wurden u.a. zwei Beschlüsse formuliert, von denen Lehrende und Studierende an Hochschulen mit Schreibberatung bzw. Interesse, eine solche aufzubauen, Gebrauch machen sollten. Es wurde festgelegt, das Tagungs-Wiki weiterzuführen, das ursprünglich dazu diente, die wichtigsten Begriffe sozialkonstruktivistischer Schreibdidaktik über Sprachen- und Kulturgrenzen hinweg für die Tagung zu definieren. Nähere Informationen dazu finden sich auf www.ph-freiburg.de/ewca2008 („Program“). Außerdem wurde beschlossen, den internationalen Austausch von Studierenden als Schreibberater/innen an Schreibzentren in Europa und anderen Regionen der Welt in den nächsten zwei Jahren gezielt aufzubauen. Interessenten sind herzlich eingeladen, sich an braeuer@ph-freiburg.de zu wenden.
Gerd Bräuer
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Allgemein |
21. Januar 2008
Im Namen des Vorstandes der European Writing Centers Association (EWCA) lade ich Sie ganz herzlich zur Tagung nach Freiburg/Breisgau ein. Vom 19.-22.6.2008 diskutieren wir Wege zur Entwicklung von Schreib(lese)zentren an Schulen und Hochschulen. Ein zentraler Schwerpunkt wird der Bereich Peer-Lernen und hier ganz besonders die Schreibberatung sein. Besonders aufmerksam machen möchte ich Sie auf einen Ganztages-Workshop am 19.6. (9-12/14-17 Uhr), bei dem ein internationales Lehrerfortbildungsprogramm (www.scriptorium-project.org) zur Schreib- und Leseförderung vorgestellt wird. Weitere Informationen zur Tagung finden Sie auf www.ph-freiburg.de/ewca2008. Einsendeschluss für eigene Beiträge ist der 15.2.08. Den call for papers finden Sie ebenfalls auf der Tagungs-Website.
Gerd Bräuer (Chair EWCA 2006-2008)
Gerd Braeuer |
Allgemein, Tagungen/Calls |